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Biel Notre Amour

Doris Leuthard, bitte tragen Sie Biel nicht zu Grabe!

Zum offenen Brief!


Sehr geehrte Frau Bundespräsidentin Doris Leuthard

Bitte tragen Sie Biel nicht zu Grabe!

Wir sind Biel. Wir sind diejenigen, die 15 Jahre in einer Stadt leben sollen, wo zwischen Bahnhof und See nur noch eine Baustelle sein wird. Eine Stadt, die über 100 ihrer Häuser verlieren wird und 750 ihrer kräftigen und für ihr Klima lebenswichtigen Bäume fällen werden muss.

Zwei grosse Anschlüsse mitten im Zentrum der Stadt werden unsere Stadt im Herzen verwüsten. Ein Loch so gross, dass wir die Altstadt Nidaus darin versenken könnten: Gleich am Bahnhof. Wir können nicht zuschauen.

Wir sind aktiv geworden. Haben mit über tausend Velos ein Strassenkonzert veranstaltet. Haben unermüdlich die Bäume markiert, die dem Autobahnmonster weichen werden müssen. Haben uns zusammengeschlossen und mit 4'000 Menschen in der ganzen Stadt demonstriert.

Wir haben uns organisiert und Unterschriften gesammelt, sodass wir Ihnen heute über 10'000 Unterschriften übergeben können. Diese Unterschriften kommen von Herzen, denn wir lieben unser Biel.

Sehr geehrte Frau Leuthard, bitte tragen Sie Biel nicht zu Grabe!



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Sehr geehrte Frau Bundespräsidentin,
sehr geehrte Damen und Herren Bundesrätinnen und Bundesräte

In Biel sollen die teuersten Autobahnkilometer der Schweiz gebaut werden: Der Westast der A5-Autobahn kostet mindestens 2,2 Milliarden Franken.

Der Westast führt mitten durch die Städte Biel und Nidau. Die zwei geplanten Anschlüsse mit über 200 Meter langen und bis zu 18 Meter tiefen Schneisen reissen unheilbare Wunden in den Stadtkörper. Zudem werden die Naherholungsgebiete See und Strandboden während der mindestens 15-jährigen Bauzeit von der Stadt abgeschnitten.

Alleen, Parkanlagen und ganze Quartiere sollen dem A5-Westast weichen: Rund 745 Bäume müssten gefällt und über 100 Häuser abgerissen werden. Darunter auch Bäume und Gebäude, die unter Schutz stehen.

Der Bau des A5-Westasts greift massiv in die Grundwasserströme ein – mit unkalkulierbaren Risiken für Grund- und Trinkwasser. Dieser Eingriff gefährdet zudem die Bausubstanz: Viele Häuser in der Bieler Innenstadt stehen auf Pfählen; der Baugrund ist sehr instabil und reagiert äusserst sensibel auf Veränderungen.

Die A5-Westastautobahn ist das Resultat einer veralteten Planung. Sie löst weder die Verkehrsprobleme der Stadt Biel und der Agglomeration, noch ist sie von nationaler Bedeutung. Der Westast in der vorliegenden Form ist unnötig und bringt keine Entlastung sondern Mehrverkehr. Es gibt kostengünstige, umweltverträgliche und effiziente Wege, um die Verkehrsprobleme in der Region wirklich zu lösen.

Wir fordern Sie deshalb auf, das generelle Projekt der Westast-Autobahn mitten durch die Städte Nidau und Biel zu sistieren und eine fortschrittliche Variante auszuarbeiten.

Ein nationales Interesse für den A5-Westast in der vorliegenden Form gibt es nicht. 2,2 Milliarden Franken öffentliche Gelder für eine Stadtautobahn, die keine Probleme löst – das darf nicht sein!